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Die Arithmetische Beschreibung der Moral-Weißheit von Personen und Sachen stellt die bedeutendste Schrift des Jenenser Mathematikers, Astronomen und Philosophen Erhard Weigel (1625-1699) zur Sozialphilosophie dar. Sie enthält eine pansophische Staats- und Gesellschaftslehre, die den Staat als moralischen Raum in Analogie zum Zahlenraum begreift. Der universellen Kompetenz der mathematischen Methode, die für Weigel allein zum Grund der Dinge vorzustoßen vermag, entspricht auch das Bestreben, bestimmte Zahlenschemata wie die Tetraktys als grundlegendes Bauprinzip in allen Seinsbereichen aufzuweisen. Ansätze zum kontraktualistischen Staatsgedanken sowie zu einer tendenziell autonomen Rechts- und Staatslehre bleiben eingebunden in eine Universalkonzeption, die die Analogie aller Seinsbereiche betont und in der Zielvorstellung einer Teilhabe an der göttlichen "Sapientia" gipfelt. - Eine Einleitung, Sachkommentare sowie ausführliche Register beschliessen den Band.§"Dem Herausgeber Thomas Behme ist zu danken, dass er mit außergewöhnlicher Akribie und immenser Gelehrsamkeit einen Sachkommentar erstellt hat, der den Zugang zum Text erleichtert und dessen wissenschafts- und philosophiegeschichtliche Einordnung erst ermöglicht." Stefan Kratochwil, Theologische Literaturzeitung
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