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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Veranstaltung: Tabu und Tabuwandel, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Sicherlich hängen die beiden Themenkomplexe von Inzest und Mythos eng zusammen. So ist eine der ersten Assoziationen zum Thema Inzest sicherlich der Ödipusstoff und der Mythos selbst hat wiederum den Inzest und dessen Folgen als zentrales Thema. Dennoch lohnt es sich, die beiden Themen zunächst zu differenzieren, um beiden in ihrer jeweiligen Vielschichtigkeit gerecht werden zu können. So werde ich zunächst den Inzest unabhängig vom Ödipusmythos beleuchten eine theoretische Voraussetzung die ich für notwendig erachte, um den emotional und historisch massiv aufgeladenen Begriff präziser zu definieren und so für diese Betrachtung wieder nutzbar zu machen. Im Anschluss werde ich zum Mythos und seiner Geschichte übergehen und dabei zunächst kurz klären, was ein Mythos überhaupt ist. Im Überblick folgen dann einige wichtige Bearbeitungen, die als besonders wirkungsmächtig gelten und den Stoff völlig unterschiedlich ausrichten. Die Interpretation des sophokleischen König Oidipus als der wichtigsten und frühsten Form nimmt dann die zentrale Rolle im Aufbau dieser Arbeit ein. Mit dieser Herangehensweise hoffe ich, die nötigen Perspektiven zum Verständnis des Stoffs aufzeigen und so diesem vielschichtigen Thema gerecht werden zu können, ohne im Dschungel der Rezeptionen und Interpretationen den Überblick zu verlieren.