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Zwischen April und Juni 1994 wurden im zentralafrikanischen Ruanda ca. 800.000 Menschen ermordet worden. Die Mehrzahl der Opfer waren Tutsi, aber auch viele Hutu verloren ihr Leben. Nahezu jede internationale und nationale Organisation versagte im Angesicht des Ausmaßes der Tragödie. Einzig die in der ruandischen Geschichte bis zum Genozid immer gesellschaftlich marginalisierten Muslime verweigerten in der Mehrzahl eine Teilnahme an den Massakern. Warum es zu diesem Verhalten kam, steht als Ausgangsfrage zu Beginn der Untersuchung. Das Buch gliedert sich in drei Teile - die Geschichte des Islam bis 1994, das Verhalten der Muslime im Völkermord von 1994 und die Veränderungen in den Jahren nach Genozid. Das Buch verdeutlicht, dass die Geschichte der ruandischen Muslime bis 1994 durch eine kontinuierliche Marginalisierung gekennzeichnet war. Erst als nach Beendigung des Völkermords das außergewöhnliche Verhalten der ruandischen Muslime allmählich deutlich wurde, änderte sich bei vielen Menschen und bei offiziellen Stellen die Einstellung gegenüber Muslimen.