Passt nicht? Macht nichts! Sie können Artikel bis zu 30 Tage zurückgeben
Mit einem Geschenkgutschein können Sie nichts falsch machen. Der Beschenkte kann sich im Tausch gegen einen Geschenkgutschein etwas aus unserem Sortiment aussuchen.
Bis zu 30 Tage Rückgaberecht
Egon Erwin Kisch: Der Fall des Generalstabschefs Redl. Aufstieg und Fall eines Spions
Erstdruck: Berlin, Verlag Die Schmiede, 1924 als Band 2 der Reihe Außenseiter der Gesellschaft - Die Verbrechen der Gegenwart, herausgegeben von Rudolf Leonhard.
Neuausgabe.
Herausgegeben von Karl-Maria Guth.
Berlin 2026.
Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst.
Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage.
Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH
Wien, Mai 1913. Zwei verdächtige Geldbriefe liegen monatelang unter einer Chiffre auf dem Hauptpostamt. Als der Empfänger sie schließlich abholt, beginnt eine hastige Verfolgung durch die Wiener Innenstadt. Eine verlorene Messerhülle führt die Ermittler zu einem Mann, mit dem niemand gerechnet hat: Oberst Alfred Redl, Generalstabschef des Prager Armeekorps und einst selbst einer der führenden Köpfe der österreichisch-ungarischen Spionageabwehr.
Egon Erwin Kisch rekonstruiert einen der spektakulärsten Spionagefälle der Donaumonarchie. Redl hatte jahrelang militärische Unterlagen fotografiert und gegen hohe Geldzahlungen an ausländische Nachrichtendienste geliefert. Als seine Tarnung auffliegt, entscheidet die Führung des Generalstabs nicht auf Verhaftung und Prozess, sondern auf Vertuschung: Redl erhält einen Browning und wird in seinem Hotelzimmer sich selbst überlassen. Wenige Stunden später ist er tot.
Doch der Versuch, den Skandal zu begraben, misslingt auf beinahe groteske Weise. Ein Schlossergehilfe berichtet einem Journalisten von der Durchsuchung Redls Prager Wohnung, die Nachricht gelangt an die Öffentlichkeit und erschüttert die Monarchie.
Kisch verbindet kriminalistische Rekonstruktion, politische Analyse und reportagehafte Spannung zu einem Porträt einer militärischen Elite, deren Ehrbegriff stärker ist als ihr Interesse an öffentlicher Aufklärung. Der Fall Redl wird so nicht nur zur Geschic